9 Von unbedachten Geschenken
Hallo liebe Leser,
nochmals ein Hallo an alle Leser
von diesem Blog. Jedem Anfang wohnt ein neuer Zauber inne – Und unverhofft,
kommt oft. Es gibt Ding, auf die wir Einfluss haben und es gibt eben jene
solche, denen wir doch recht machtlos gegenüberstehen. So auch das letzte halbe
Jahr in meinem privaten Leben. Ich bitte daher die Schreibpause zu verzeihen
und wir schauen heute wieder frohen Mutes und gespannt auf einen neuen Beitrag.
Unseren kleinen imaginären
Tierparkbesuch, den wir bereits in den anderen Beiträgen angetreten hatten,
lassen wir kurz weiter ruhen, denn inzwischen ist die Weihnachtszeit an uns
vorbeigerauscht. Die Zeit der Besinnung und des Zusammenkommens. Zumindest wenn
man der allgemeinen Meinung Glauben schenken kann. Bei dem Einen mehr, bei dem
Anderen weniger, wie ich mir vorstellen kann. Aber etwas Gutes gibt es immer zu
vermelden – Geschenke :-D Wer hat sie denn nicht gern? Jaaaaaa, auch hier gibt
es natürlich wieder verschiedene Meinungen, Aber hey, eigentlich freuen wir uns
doch alle, wenn es etwas gibt. Aber fast so groß wie die Vorfreude des
Beschenkens und der Ansturm zum Kauf der jeweiligen Geschenke ist, so groß ist
mittlerweile auch der Sturm auf die Geschäfte, wenn es an das Umtauschen geht.
Die Gründe mögen hier vielfältig sein und wenn es um Sachgegenstände geht, dann
ist das eine Sache. Anders sieht es dann schon aus, wenn etwas Anderes
geschenkt wurde.
Eines von diesem anderen könnte
zum Beispiel ein Fell, große runde Knopfaugen und eine gewisse Kindlichkeit besitzen,
die im Menschen etwas ganz Besonderes auslöst. Eine kleine Randbemerkung: Es
gibt die ……Typen, die in ihrem Erscheinungsbild tatsächlich an einem Baby
erinnern sollen. Aber, ja Ihr wisst was ich meine. Es gab DEN einen Welpen, der
soooo niedlich dreingeblickt hat. Der mit tapsigen Schritten versucht hat, bei
der Besichtigung auf einen zuzukommen, aber auf dem Boden nur herumgeschlittert
ist. Das hohe Fiepen hat dem ganzen Ereignis dann noch die restliche Note
gegeben, die es gebraucht hat sich zu entschließen – dieser kleine knuffige
Kerl soll es werden. Denn man hat sich in der Familie ja schon immer einen Hund
gewünscht. Insbesondere die Kinder haben einfach nicht nachgelassen in ihrem
unermüdlichen Betteln.
Es wurde also der Entschluss gefasst, sich mal auf einem gängigen Portal umzuschauen. Die Auswahl hier ist ja mittlerweile schon recht hoch.
Aber die Angebote hier sind schon
ziemlich teuer. 1300eu - 2500eu für einen Welpen? Und den darf man sich
wahrscheinlich noch nicht einmal selbst auswählen? Nein, so viel möchte man
dann doch nicht ausgeben, also greift man auf eine recht bekannte
Handelsplattform zurück. Dort gab es doch das Foto von der Bande. Alle sahen so
niedlich aus und das Angebot klang auch gut. „Pflegeleicht“ – „entwurmt“ –
„gechipt“ – „Futter für den Anfang“ – „Familienhund“ – „mit konsequenter Liebe
leicht verträglich und Kinderfreundlich“. Was soll da schiefgehen? Schnell ist
die Nachricht an dem Anbieter verschickt und noch schneller gab es eine
Antwort. Dass die eigene Nachricht sehr
ausführlich, detailliert und präzise war, die Rückantwort jedoch nur 5 Worte
lang, irritiert jetzt nicht, denn schließlich ist man ohnehin im vorweihnachtlichen
Stress und es müssen noch tausend andere Dinge erledigt und organisiert werden.
Kurz und Bündig ist der Termin zur Besichtigung ausgemacht und lange dauert es
nicht und man steht eben vor jenen drolligen, kleinen Wesen, die wir bereits
oben im Text beschrieben hatten. Die ganze Horde springt wild um einen herum
und der Anblick ist einfach nur goldig. Mit wenigen Worten erklärt der
Verkäufer, was es in der nächsten Zeit mit dem 6 Woche alten Welpen zu beachten
gilt, schnell wurde das Geld überreicht und ein zuckersüßer Australian Cattle
Dog Welpe, findet sich unvermittelt im Familienauto wieder und es geht Richtung
neuer Wohnsituation.
Fédération
Cynologique Internationale (FCI)
Secrétariat Générale: Place Albert, B- 6530 Thuin
FCI-Standart Nr. 287/05.09.13/D
Australischer Treibhund (Australian Cattle Dog)
Übersetzung: Elke Peper und Dr. J.M. Paschoud, ergänzt durch Christina Bailey /
Offizielle Originalsprache (EN), durch den VDH überprüft.
Datum der Publikation des gültigen Originalstandarts: 08.10.2012
Ursprung
Australien
Verwendung
Wie der Name der Rasse andeutet, ist die Arbeit dieses Hundes das Hüten und das
Treiben von Vieh, sowohl in weit offenem als auch in eng begrenztem Gelände,
eine Aufgabe, die er auf unnachahmliche Weise erfüllt. Er ist stets aufmerksam,
äußerst intelligent, wachsam, mutig und vertrauenswürdig; seine bedingungslose
Hingabe an die Pflicht prägt ihn als Arbeitshund.
Klassifikation FCI
- Gruppe 1 Hüte- und Treibhunde (ausgenommen Schweizer
Sennenhunde)
- Sektion 2 Treibhunde (ausgenommen Schweizer
Sennenhunde)
- Ohne
Arbeitsprüfung
Kurzer geschichtlicher Abriss
Der Australische Treibhund ist gezüchtet worden, um beim Aufbau der Rinder
Zucht im frühen Australien zu helfen. Die wichtigste gewünschte Eigenschaft war
ein kräftiger, wehriger Hund, mit groβer
Ausdauer und der Fähigkeit, wilde Rinder zusammenzutreiben und zu bewegen.
Bereits importierte Rassen von Arbeitshunden besaßen diese Fähigkeiten nicht.
Da die ersten Siedler nur wenige Arbeitskräfte hatten, ergaben sich hierdurch
Probleme bei der Kontrolle ihrer Rinder- und Schaf-Herden. Die meisten
Ländereien waren nicht eingezäunt und das Buschland war noch nicht geräumt.
Um ein reibungsloses Arbeiten mit den
Schafen und Rindern sicherzustellen, bemühten die Siedler sich Hunderassen zu
züchten, die diese Arbeiten für sie tun konnten.
Die frühen Siedler zeichneten nur wenig
bezüglich ihrer Zucht auf, so dass es trotz intensiver Nachforschungen, den
Ursprung des Australischen Treibhundes herauszufinden, unterschiedliche
Meinungen gibt, welche Rassen zur Entwicklung der heutigen rassereinen Hunde
beigetragen haben.
Dennoch wird allgemein angenommen, dass die Rasse ein Ergebnis ist aus einer
Kreuzung von blau-schimmel Kurzhaar Collies mit dem Dingo und einer späteren
Einkreuzung von Dalmatinern und schwarz mit loh Kelpie Blut. Weitere Kreuzungen
wurden versucht, zum Beispiel eine Bullterrier Kreuzung, aber alle diese
anderen Kreuzungen waren bei der Arbeit mit den Rindern nicht erfolgreich.
Allgemeines Erscheinungsbild
Das allgemeine Erscheinungsbild stellt einen kräftigen, kompakten und
symmetrisch gebauten Gebrauchshund dar, der die Fähigkeit und den Willen hat,
die ihm zugewiesene Aufgabe zu erfüllen, wie beschwerlich sie auch sei. Die
Vereinigung von Substanz, Kraft, Ausgewogenheit und leistungsfähiger, starker
Muskulatur muss den Eindruck von großer Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer
erwecken. Jedes Anzeichen von Schwerfälligkeit oder Schwächlichkeit ist ein
schwerer Fehler.
Verhalten/Charakter (Wesen)
Aufgrund seiner Ergebenheit und seines angeborenen Schutztriebes ist der
australische Treibhund der geborene Beschützer für den Viehhirten, für dessen
Herde und seinen Besitz.
Trotz seines natürlichen Misstrauens
gegenüber Fremden muss er, besonders im Ausstellungsring, umgänglich sein.
Jegliches Wesens- und Gebäudemerkmal, das die Arbeitsfähigkeit des Hundes
beeinträchtigen könnte, muss als schwerer Fehler angesehen werden. Wie der Name
der Rasse andeutet, ist die Arbeit dieses Hundes das Hüten und das Treiben von
Vieh sowohl in weit offenem als auch in eng begrenztem Gelände, eine Aufgabe,
die er auf unnachahmliche Weise erfüllt. Er ist stets aufmerksam, äußerst
intelligent, wachsam, mutig und vertrauenswürdig; seine bedingungslose Hingabe
an die Pflicht prägt ihn als idealen Arbeitshund.
Das sagt also der Standard, oft
kommt es vor, dass man sich eben nicht über den Hintergrund, im Besonderen, den
ehemaligen Gebrauchszweck informiert
Der Welpe hat hier unter
Umständen bereits eine Tortur erlitten, keine Muster, keine Struktur, keine
Sicherheit. Hier werden 2 von 3 Stressachsen bereits auf´s Äußerste beansprucht
und strapaziert. Ein wahrer Hormoncocktail macht sich im Hund breit und das
Warten auf das nächste Ungewisse geht weiter.
Ein kleiner Ausflug. Welche
Achsen meinen wir hier? Nun es gibt 3 Stressachsen die im Hund wirken können.
Wir erwähnen sie hier nur ganz sporadisch, wenn Ihr mehr darüber lesen wollt,
dann kommentiert ruhig und lasst es mich wissen. Also die erste ist die
Sympathikus – Nebennierenmark Achse – klingt kompliziert? Na wartet mal ab ;-)
Was ist das und wie funktioniert das? Ganz einfach, stellt euch vor ihr lauft
auf der Straße und jemand zündet hinter euch einen Böller, wenn ihr nicht ganz
stumpf, taub oder abgelenkt seid, hört ihr einen Knall und zuckt zusammen. Ihr
habt euch erschrocken. Was ist in euch passiert? In wenigen Millisekunden hat
der Hypothalamus auf das vegetative Nervensystem gewirkt und Neurotransmitter
ausgeschüttet, diese haben den Sympathikus und das Nebennierenmark aktiviert.
Adrenalin oder Noradrenalin wurden ausgeschüttet. Verschiedene körperliche Reaktionen
wurden ausgelöst. Schneller Atem, rasender Puls, Herzklopfen. Eine
unwillkürliche Reaktion vom Organismus gegen die wir uns nicht erwehren können.
Nützlich für die Anpassung in der Umwelt. Aushaltbarer Stress.
Jetzt kommt der richtige Hammer.
Die 2. Achse. Die sogenannte Hypothalamus – Hypophysen- Nebennierenrinden –
Achse. Hier werden verschiedene Hormone im Körper freigesetzt die circa 5
Minuten brauchen bis sie wirken, im Groben nach 20 Minuten ihren Höhepunkt
erreichen und eine Haltwertszeit von circa einem Tag besitzen. Eine Reaktion
die also über den Blutkreislauf stattfindet. Im Vergleich zu Achse 1 also
wesentlich langsamer, aber dafür auch nachhaltiger.
Diese Achse wird bei unserem
kleinen Geschenk also bereits maximal geflutet.
Dann der große Tag, die Freude
ist groß. Bisher waren die Geschenke ja ganz nett, aber doch etwas
enttäuschend. Aber es gibt noch ein letztes Geschenk. Die Kinder werden an die
Hand genommen und in den Nebenraum geführt. Da wartet er. Oder besser gesagt
kauert er. Die kleinen Augen schauen zu den Kindern und um alle ist es
geschehen. Mit wilden Geschrei und hektischen Bewegungen rast man auf den
Welpen zu, der panisch versucht zu fliehen, letzten Endes aber doch geschnappt
und abgedrückt wird, wie ein Kuscheltier. Und weil es nur ein Welpe ist,
streitet man sich jetzt auch noch zu allem Unglück um das arme Wesen. Wieder
lautes Geschrei, wilde Geräusche, schnelle Bewegungen. Die Eltern greifen ein
und alle beruhigen sich.
Am nächsten Tag gibt noch das
Futter vom Verkäufer, dass man freundlicherweise mitbekommen hat. Es ist eben
eine frohe Zeit.
2 Tage später. Die Familie steht
auf, geht ins Wohnzimmer. Auf den Weg dorthin steigt einem ein merkwürdiger,
bisher nicht gekannter Geruch in die Nase. Und dann sieht man das Unglück.
Dinki, so heißt der Cattle Dog Welpe inzwischen, kauert mit traurigen Blick auf
den Boden und unweit von ihm liegt ein riesiger Haufen Kot, der breit gelaufen
ist und eine grünliche Farbe hat. Dinki wird geschimpft, man streitet sich, wer
denn jetzt dafür verantwortlich ist, diese Sauerei wegzumachen und wieder ist
es laut. Wieder verströmen diese lauten Zweibeiner diesen strengen Geruch. Nach
dem die Verunreinigung beseitig ist, wendet man sich Dinki zu und hört, dass es
in seinem Bauch mächtig gluckert. Er muss zum Tierarzt.
Das erste große Ärgernis, denn es
ist noch der zweite Weihnachtsfeiertag und die Ärzte haben regulär geschlossen.
Überhaupt hat man sich noch nicht wirklich Gedanken darübergemacht, bei welchen
Arzt man denn zukünftig Patient sein möchte oder eher sein muss. Ein Telefonat
bei der Nothilfe später.
Tierärztliche Nothilfe 0180 55 952 952
Man hat jetzt Auskunft darüber,
welche ärztliche Bereitschaft gerade da ist. Angezogen, hingefahren. In der
Klinik bekommt der Hund jetzt weitere einprägsame Eindrücke, Gerüche, Geräusche
und so weiter. Der kleine Knirps wird gecheckt und man bekommt die Diagnose:
Giardien.
Was sind Giardien?
· -
Giardien sind einzellige Mikroben, die als
Schmarotzer im Darm leben und dort quasi die Nährstoffe aus der Nahrung ziehen,
die dort landet
· - sie sind weltweit
verbreitet
· - die von Giardien ausgelöste Krankheit nennt
man Giardiose
· - die Giardien gehören zu den Flagellaten
(Geißeltierchen)
· - eine einzelne Gardie ist nur etwa 10 bis 20
µm groß, das sind also 10 bis 20 tausendstel(!) Millimeter
· - Giardien können sich als Parasiten
massenhaft im Dünndarm von vielen Wirbeltierarten und auch des Menschen
vermehren
· - bei Hunden sind Giardien mit dem häufigsten
inneren Parasiten, sogenannte Endoparasiten
· - in vielen Fällen jedoch - bei einem
stabilen Immunsystem - verläuft die Giardien-Infektion ohne Symptome; das
heißt, das Tier erkrankt nicht
· - die Übertragung der Giardien-Erkrankung
kann vom Tier auf den Menschen und umgekehrt erfolgen (Zoonose)
· - die Giardiose ist
hochgradig ansteckend
· - auch andere Haustiere wie Katzen,
Kaninchen, Chinchillas, Frettchen, etc. können mit einer Giardien-Infektion
angesteckt werden
· - aber auch Wildtiere und selbst die Igel im
Garten können Überträger sein
Welche Symptome treten auf?
· - das Hauptsymptom der Giardiose ist der
extreme Durchfall
·
die Konsistenz des Durchfalls ist dabei
schleimig, fettig, auch breiig bis wässrig - auch mal festerer,
schleimüberzogener Kot
· - zeitweise können im Wechsel auch immer
wieder Phasen mit ziemlich normalem Kot vorkommen
· - die Farbe des Durchfalls ist oft gelb bis gelbgrün
· - dabei übelriechend,
manchmal schaumartig
· - im Durchfall kann auch etwas Blut enthalten
sein
· - Appetitlosigkeit
· - Gewichtsverlust
· - auch kann leichtes Fieber mit auftreten
· - in sehr schweren Fällen kann es zur
Schwächung des Hundes, aufgrund der mangelnden Nahrungsausnutzung bis zur
Auszehrung kommen, die Parasiten 'stehlen' dem Hund die Nährstoffe
Ziemlich fiese Parasiten wie man
sieht.
Nach der Diagnose wird ein
Antibiotikum festgelegt mit dem Hinweis, dass es für den kleinen Hundedarm
natürlich nicht förderlich ist, aber anders kann man nicht helfen. Missmutig
geht man zur Kasse. Hier der Schock.
Wochenendpauschale, Feiertagzuschlag, teure Medikamente und man bekommt
gleich mehrere Termine zu den Wiedervorstellungen, denn mit Giardien ist nicht
zu spaßen.
Nach den mehrmaligen
Wiedervorstellungen kommt bald die Verzweiflung. Die Giardien sind noch immer
da, aber man kann nicht weiterbehandeln, da sonst der Darm zu sehr geschädigt
wird. Unsicherheit und Angst machen sich breit. In der Not fängt man an im
Internet zu schauen und wird dort, neben zahlreichen Werbeanzeigen, auf einen
Tipp aufmerksam.
Die Morosche Möhrensuppe.
Kurz zu der Wirkungsweise der
Suppe. Hauptsächlich werden Karotten über einen langen Zeitraum gekocht. Beim
Kochen bilden sich in der Karotte spezielle Zuckerkristalle, die an der
Darmwand andocken und es also den Giardien unmöglich machen, sich selbst dort
festzusetzen
Das
Grundrezept - reiner Arbeitsaufwand ca. 30 Minuten, Zeit inklusive Kochzeit 2,5
Stunden
· - nehmen Sie handelsübliche Karotten, für das
Grundrezept 1 kg
· - je nach Hundegröße und Vorratshaltung kann
aber auch gleich sehr viel mehr vorgekocht und eingefroren werden
· - Karotten waschen, die Enden abschneiden und
je nach Qualität und Zustand schälen, in kleinere Stücke schneiden
· - mit Wasser in einem großen Topf aufgießen
und einmal voll aufkochen lassen
· - jetzt die Kochzeit aufnehmen: ab jetzt
eineinhalb Stunden (90 Min) auf niedrigerer Stufe vor sich hin köcheln lassen
· - zur Erinnerung: unser Ziel ist es bestimmte
Zuckermoleküle, sogenannte Oligosaccharide in den Möhren zu erzeugen
· - während der langen Kochzeit, immer wieder
Wasserstand kontrollieren und ggf. etwas Wasser nachgießen
· - danach die Karotten abtropfen lassen und
Gemüsesaft auffangen
· - Karotten pürieren, mit einem Elektromixer
oder durch ein Sieb drücken - wenn gar nichts zum Pürieren da ist notfalls gut
mit der Gabel zerdrücken
· - Wichtig! Umso feiner püriert wird - umso
besser kommen die Oligosaccharide an die Darmwand
· - den aufgefangenen Gemüsesaft (Kochwasser)
zum Karottenpüree dazu geben
· - etwa 1 Gramm Kochsalz dazugeben (1
Teelöffel), ggf. den Tierarzt fragen ob darauf verzichtet werden soll, wenn
z.B. eine Nierenerkrankung vorliegt
· - die Konsistenz der Suppe sollte wie dicke
Buttermilch sein
Rezept-Varianten je nach gesundheitlicher Situation des
Hundes
B.2.1 Hühner-Möhren-Suppe
· - die Morosche
Karottensuppe mit Hühnerfleisch dient zu Stärkung des Hundes
· - sie
brauchen: ein küchenfertiges Suppenhuhn oder Hähnchenschenkel
· - das Huhn
oder die Hähnchenschenkel mit Wasser abspülen und in Topf mit Wasser geben,
etwas salzen
· - aufkochen
lassen und etwa weitere 30 Minuten bei niederer Hitze köcheln lassen
· - Huhn
herausnehmen und Fleisch-Stücke vom Knochen lösen (Hühnerknochen niemals dem
Hund zum Abnagen geben wegen der Bruchgefahr)
· - die Haut (zu
fett) und Innereien werden für die Hühner-Möhren-Suppe nicht verwendet
Fleisch in kleine Stücke schneiden und zum
Moro-Grundrezept hinzugeben. Abkühlen lassen bis es handwarm oder kälter ist,
dann erst servieren.
Nach circa 1 Woche wurden die
Gebete erhört und die Giardien verschwinden endlich. So zieht etwas Zeit in´s
Land.
-Der Welpe –inzwischen mit 4
Monaten kein Welpe mehr- wächst rasant heran. Er ist ein aufgedrehtes Bündel
Energie, bereits jetzt schon ausgestattet mit einer nicht geahnten Kraft und
Körperlichkeit. Das hohe Bellen und Kläffen bereitet Freude und ist auch
witzig, wenn auch bereits etwas laut. Im Spiel ist der Cattle Dog ungestüm.
Hier und da werden auch schon mal kurz die Arme gepackt. Er schlägt wilde
Haken, verbeugt den Oberkörper, bellt aufgeregt und schlägt wieder wie wild
Haken, rennt aufgeregt um die Kinder, die diesen Anblick lustig finden. Dann
passiert es das erste Mal. Der Hund „Sticht“. (Das „Stechen“ bezeichnet bei
Hüte-und Treibhunden den gezielten Biss in die Fesseln von Nutzvieh
beispielsweise einer Kuh, um diese so zur Bewegung zu bringen) Er beißt die
Kinder blitzschnell in die Waden, schlägt erneut Haken, kommt wieder zugestürmt
und wieder hat er 2-mal zugeschnappt. Die Kinder, jetzt ängstlich, schreien.
Sofort wird Dinki gerügt. Er unterbricht das Verhalten aber nicht sofort. Erst
nach weiterem Schreien der Eltern, schüttelt er sich 2 Mal und verlässt die
Situation mit gesenktem Kopf. „Ist er denn aggressiv?“- Kommt es einem in den
Sinn. Schnell ist der Gedanke aber wieder verworfen.
Der Hund wird weiter schnell
größer. Immer abwechselnd. Erst geht er in Höhe, dann folgt die Breite. Jetzt
hat sich auch noch ein weiteres Problem ergeben. Die Stubenreinheit. Wer geht
mit ihm raus? Auch sonst ist diese Frage immer wieder heiß diskutiert. Die
Kinder sind zu klein, alles ist anstrengend, man hat nicht immer Zeit und Lust,
dennoch quält man sich vor die Tür. Macht ja sonst keiner.
Wieder ergibt sich nach der Zeit
ein Konflikt. Der Hund fängt an Sachen zu zerkauen, obwohl man ihn doch
auslastet. Bälle werfen, Zerrspiele, die Kinder rennen mit ihm, aber er ist
einfach nicht klein zu bekommen und über Nacht vergeht er sich an die Schuhe
oder hat auch schon mal die Fernbedienung vom Fernseher in der Mache gehabt. Zu
allem Ärger stehen auch schon wieder weitere Arztkosten durch das Impfen an. Ja
es gibt keine Impfpflicht, aber dennoch kommt man indirekt nicht Drumherum,
denn die Hundeschule, die man zu besuchen plant, verlangt alle Impfungen.
Und so beugt man sich seinem
Schicksal.
Weitere Zeit verstreicht,
Stubenrein ist Dinki inzwischen, ebenso wie größer, kräftiger und noch
ungestümer. Er fängt an „aggressiv zu beißen“, zumindest interpretiert man das
Stechen als Aggession. Insbesondere die Kinder sind beim Spielen fällig, auch
das Bellen bekommt inzwischen einen anderen Ton, wenn die Kinder sich nicht
treiben lassen. Ebenso der Gesichtsausdruck von Dinki wenn er bellt. Die
Situation spitzt sich zu und es wird der Entschluss gefasst, dass man einen
Hundetrainer hinzuziehen will. Aus dem unwahrscheinlich riesigen Angebot an
Trainern, Büchern, Onlinekursangeboten, Youtubevideos und klugen Ratschlägen
vom Umfeld entscheidet man sich für einen Trainer. Es dauert nicht lange und
das erste Treffen kommt zustande.
„Ihr dominiert sie! Dem müssen
Sie mal ne Ansage machen! Sie sind der Chef“, lautet die erste Fachmeinung.
Ohne jegliche Anamnese werden die ersten Tipps gegeben, die man jetzt strikt
einhalten soll. Kein Streicheln, kein erhöhtes Liegen, Futter aus der Hand,
Hausleine.
Man hält sich an die Ratschläge
doch es passiert nichts. Im Gegenteil, man hat zeitweise das Gefühl, dass es
schlimmer wird um Dinki. Es sind sich auch nicht alle Familienmitglieder
sicher, ob das der richtige Weg ist. Ganz besonders die Kinder wollen ja die
Nähe zum Hund, trotz der wilden Kapriolen der schlägt. Und so beschließt man
sich an einer anderen Stelle Hilfe zu suchen.
Eine Trainerin soll es werden,
die mit völlig Gewaltfreiem Training und Einfühlungsvermögen wirbt.
„Das ist ein totaler Angsthund,
das hat nichts mit Aggression zu tun. Da hat mein Vorgänger ganz schön viel
kaputt gemacht!“, heißt hier die Fachmeinung. Man solle dem Hund so viel
positive Erlebnisse wie möglich versorgen. Er braucht keine Strenge, keine Disziplin
und die Hände weg von Strafen. Alle fühlen sich nach dieser Beratung gleich
viel besser. Man hatte ja instinktiv gespürt, dass die erste Methode nicht die
richtige sein konnte. Und so zieht abermals etwas Zeit in das Land.
Konfliktsituationen hat man also jetzt ignoriert. Hat der Hund an der Leine
gezogen blieb man einfach stehen. Anspringen wurde ebenfalls nicht beachtet und
wenn der Hund wieder in das Treiben verfallen ist, dann durfte er sich eben
„auspowern“ und „mal seine 5 Minuten haben“, ungeachtet der Vehemenz des
Beißens, bei dem es auch schon mal intensiver zum Zahnkontakt gekommen ist.
Irgendwann wird es dennoch zu immens und außerdem wollte man ja auch dieses
Problem in den Griff bekommen. Also sucht man sich auf kurz oder lang wieder
woanders Rat. Da die „herkömmlichen“ Methoden nicht gefruchtet haben, kommt man
auf die Idee nach alternativen Methoden zu suchen. Vagusnervtherapie, Schüßler
Salze, T-Touch, Bachblüten, Frequenztöne und alle anderen möglichen Sachen die
man im Netz finden kann prasseln auf einen ein. Und so schaut man, ob man auf
diesen Weg etwas erreichen kann.
Aber auch hier wollen sich keine
wirklichen Erfolge einstellen und am Ende kommt man zu der Überlegung, dass es
vielleicht doch nicht der richtige Hund für die richtige Familie ist und so
entschließt man sich den Hund in ein Tierheim zu geben, damit er
weitervermittelt werden kann und schließlich muss man ja auch die Kinder
schützen.
Doch auch hier geben sich
unerwartet Schwierigkeiten, denn von allen Tierheimen in der Umgebung bekommt
man das gleiche zuhören. „Wir sind ausgelastet, kein Platz mehr frei, das ist
ja kein Notfall und kein Fall für das Tierheim, Sie haben nur noch nicht den
richtigen Trainer gefunden“.
Und so bleibt die Zukunft von
Dinki eine ungewisse…….
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